SB-Konzepte nach Gesetzesänderung auf dem Vormarsch / Liberale begrüßen Wachstum gerade auf dem Land
Nach einer Entscheidung des Landesverfassungsgerichts zu automatisierten Läden in Sachsen-Anhalt sieht die FDP-Fraktion im Landtag Rückenwind für neue Nahversorgungskonzepte auf dem Land. „Betreiber und Investoren haben jetzt die nötige Rechtssicherheit, um 24-Stunden-Läden und SB-Konzepte weiter auszubauen“, sagt FDP-Fraktionschef Andreas.
Zuvor hatte die Mitteldeutsche Zeitung über die wachsende Zahl automatisierter Mini-Supermärkte berichtet, die ohne Personal auskommen und rund um die Uhr – auch an Sonn- und Feiertagen – geöffnet haben dürfen. Eine Verfassungsbeschwerde der Gewerkschaft Verdi gegen die entsprechenden Regelungen blieb erfolglos.
Silbersack betont, die Entwicklung sei besonders für den ländlichen Raum von großer Bedeutung. „In vielen Dörfern hat sich der klassische Lebensmittelhandel längst zurückgezogen. Neue, innovative Konzepte wie SB-Läden sichern die Versorgung und schaffen zugleich Orte der Begegnung“, so der FDP-Politiker.
Die FDP-Fraktion habe die Anpassung des Ladenöffnungszeitengesetzes maßgeblich vorangetrieben, um solche Modelle zu ermöglichen. Die FDP-Fraktion begrüße daher ausdrücklich, dass sich das Konzept zunehmend etabliere: „Wir wollten bewusst den technischen Fortschritt und veränderte Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen“, sagte Silbersack. Rund-um-die-Uhr-Angebote könnten nur wirtschaftlich funktionieren, wenn sie flexibel betrieben werden dürften.
