Gesundheitspolitiker der Liberalen diskutierte auf „Krankenhausgipfel 2.0“ in Magdeburg mit Branchenvertretern
Sachsen-Anhalt muss seinen Krankenhausplan dringend überarbeiten mit dem Ziel, flächendeckend eine Grund- und Notversorgung zu sichern und spezialisierte Leistungen zu konzentrieren. Diese Forderung wurde am Montagabend (31. März 2025) auf der Veranstaltung „Krankenhausgipfel 2.0“ der FDP-Landtagsfraktion in Magdeburg erneut laut. Die Träger bräuchten konkrete Vorgaben und Planungssicherheit, um sich für die Zukunft aufstellen zu können.
„Ein unkontrolliertes Wegbrechen von Standorten muss unbedingt verhindert werden. Leider sind jetzt bereits massive wirtschaftliche Probleme an mehreren Standorten zu beklagen“, sagte Konstantin Pott, gesundheitspolitischer Sprecher der Liberalen im Landtag: „Das Land darf nicht länger tatenlos zusehen.“ Das Gesundheitsministerium hat einen aktualisierten Krankenhausplan für Ende 2026 angekündigt.
Der Krankenhausgipfel beleuchtete die Perspektiven von Kliniken, Krankenkassen und Politik. Darüber diskutierte FDP-Abgeordneter Pott vor Fachleuten der Gesundheitsbranche mit Marco Bohn, kaufmännischer Direktor der Universitätsklinik Magdeburg, und Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt.
Die FDP-Fraktion hatte im Januar ein eigenes Krankenhauskonzept vorgelegt, um die Diskussion neu zu entfachen. „Wir wollen Krankenhauskapazitäten gezielt dort bereitstellen, wo sie tatsächlich benötigt werden, um flächendeckend eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung in Sachsen-Anhalt sicherzustellen. Denn gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land braucht es auch in der Gesundheitsversorgung. Wir stehen für zukunftsfähige, leistungsstarke Krankenhäuser und einen angemessenen Wettbewerb unter den Betreibern“, so Pott.