Liberale im Landtag fordern schnelle Reform der Apothekenvergütung und warnen vor Folgen für Sachsen-Anhalt

Angesichts des bundesweiten Apotheken-Streiks am 23. März 2026 warnt die FDP-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt vor dramatischen Folgen für die Versorgung im Land und wirft der Bundesregierung Versäumnisse vor.

„Gerade in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt mit vielen älteren Menschen ist jede geschlossene Apotheke ein echtes Versorgungsrisiko“, sagt der gesundheitspolitische Sprecher Konstantin Pott. „Dass die Bundesregierung die Probleme seit Jahren kennt, aber nicht entschlossen handelt, ist nicht mehr nachvollziehbar.“

Die Proteste seien Ausdruck einer sich zuspitzenden Lage. „Wenn Apotheken schließen, trifft das nicht zuerst die Großstadt, sondern den ländlichen Raum – und damit die Menschen, die ohnehin längere Wege und mehr gesundheitliche Versorgung brauchen“, so Pott.

Die FDP fordert deshalb eine schnelle Reform der Vergütung. „Wir brauchen jetzt eine spürbare Anhebung – aber vor allem ein System, das mit der Realität Schritt hält und sich automatisch anpasst“, sagte Pott. Starre, politisch festgelegte Honorare würden der wirtschaftlichen Entwicklung nicht mehr gerecht.

„Es geht nicht um immer neue Einzelentscheidungen aus Berlin, sondern um verlässliche Rahmenbedingungen, die wirtschaftliches Arbeiten ermöglichen“, so Pott. „Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir Apotheken – und mit ihnen ein Stück Sicherheit für die Menschen vor Ort.“