Vize-Fraktionschef Jörg Bernstein diskutiert in Muldestausee über Forstwirtschaft im Umbruch und eneuerbare Energie

In der Dübener Heide hat sich der stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Jörg Bernstein, über Aufgaben und Herausforderungen der heimischen Forstwirtschaft informiert.

Im Forstbetrieb Sedlmayer in Muldestausee ging es um aktuelle Herausforderungen bei der Pflege und Entwicklung der Wälder, die mit Klimawandel, Trockenperioden und Borkenkäferbefall zu kämpfen haben. Inhaber Benedikt Sedlmayer erläuterte Wiederaufforstungsmaßnahmen, die Auswahl der richtigen Baumarten und die damit verbundenen Kosten und erheblichen Investitionen.

Forstwirtschaft sei beides, Natur- und Landschaftsschutz sowie Wirtschaftszweig, so Sedlmayer, der auf rund 1.500 Hektarn nachhaltig Holz gewinnt, das er im eigenen Sägewerk und einer eigenen Holzhackschnitzelproduktion verarbeitet.

„Ein nachhaltig bewirtschafteter Wald ist Klimaschützer Nummer eins“, so Sedlmayer. Jeder Hektar Wald absorbiert im Jahresdurchschnitt circa acht Tonnen CO2. Waldbau geschieht bei ihm zudem nach PEFC-Standards, einem weltweit führenden, unabhängigen Zertifizierungs-System zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung.

Bernstein informierte sich auch über die in Muldestausee geplanten Windkraftprojekte und deren Vor- und Nachteile für die Gemeinde und ihre Bewohner. Der Entwickler ABOenergy habe ein schlüssiges Konzept vorgelegt, dass naturschutzfachliche Aspekte und den Abstand zu den Wohnhäusern (2.000m und mehr) gut berücksichtige, so Bernstein. Auch die künftige Gewerbesteuereinnahme für die Gemeinde sei beträchtlich.

„Besonders freue ich mich, dass mit den Stadtwerken Halle ein lokaler Partner und Investor gewonnen werden konnte, der bereits in Dessau-Roßlau und Wittenberg sehr erfolgreich Projekte mit erneuerbaren Energien realisiert hat.“ Hier gelte es seitens der Gemeinde nun zügig zu entscheiden und Sicherheit in die weitere Planung zubringen, erklärt Bernstein.

Foto: FDP-Landtagsabgeordneter Jörg Bernstein (l.) und Forstunternehmer Benedikt Sedlmayer.