Infrastruktur- und Digitalministerin Dr. Lydia Hüskens (FDP, Foto) hat zum Ende der Legislatur eine positive Bilanz zur Digitalisierung in Sachsen-Anhalt gezogen. „Wir haben hier wirklich was geschafft“, sagte Hüskens in einer Regierungserklärung im Landtag. In den vergangenen fünf Jahren hat das Land etwa seinen Glasfaseranteil von 13 auf knapp 49 Prozent verdreifacht und bei der Verwaltungsdigitalisierung den bundesweit zweitbesten Zuwachs erzielt.

Dabei machte Hüskens auch eine klare Erwartung an die Landesverwaltung deutlich: KI-Tools müssen künftig konsequent eingesetzt werden. „Ich erwarte von der Verwaltung in unserem Land, dass sie all diese digitalen Werkzeuge nutzen, dass sie sie einsetzen.“ Hüskens unterstrich das mit einem persönlichen Bekenntnis: KI habe bei der Vorbereitung der Regierungserklärung geholfen, Berichte und Daten schneller gesichtet und analysiert. Genau das sei es, was man von guten digitalen Werkzeugen erwarten müsse.

FDP-Abgeordneter Konstantin Pott machte deutlich, was das für die Bürger bedeuten muss: „Wer in Sachsen-Anhalt ein Unternehmen gründen will, der soll das schnell digital machen können. Wer sich ummelden muss, der soll das zu jeder Tag- und Nachtzeit digital erledigen können.“ Digitalisierung und Bürokratieabbau gehörten dabei untrennbar zusammen.

Hüskens warnte zugleich: „Digitalisierung ist trotz meiner Begeisterung dafür kein Selbstzweck. Sie muss Innovation und Entwicklung vorantreiben. Sie muss Arbeit effizienter und effektiver gestalten. Sie ist ein Werkzeug für ein wirtschaftlich starkes, sozialverlässliches und politisch handlungsfähiges Sachsen-Anhalt.“ Für Pott ist der Auftrag für die kommende Legislatur klar: „Wir sind in den letzten Jahren sehr vorangekommen. Wir werden da auch weiter daran arbeiten.“